Schneckenhaus

Düngen & Boden

Warum braucht man Dünger ?

Und welcher ist dann der Richtige?

In der Werbung wird uns suggeriert, dass es für jede Pflanze ein Pülverchen gibt, das man einfach ins Gießwasser gibt oder auf den Boden streut. – Doch ist das in jeder Situation das Richtige?

Die Natur selbst kommt in einem funktionieren Ökosystem ohne Dünger aus. Pflanzen, Pilze und die Organismen des Bodens versorgen sich in den bestehenden Kreisläufen gegenseitig. Über den Abbau organischer Substanz werden die lebenden Organismen versorgt. Hierbei docken zum Beispiel Pilzfäden (Mycele) an Wurzeln an, versorgen die Pflanzen mit Nährstoffen und Wasser und erhalten dafür von der Pflanze Photosyntheseprodukte wir z.B. Zucker.

Damit ein solcher Nährstoffkreislauf funktioniert, muss bei Intensivkulturen, wie es auch unsere Kulturen im Garten darstellen, „nachgefüttert werden“. Dies geschieht dann idealerweise durch eine Auflage organischer Substanz (Mulch) oder durch organischen Dünger wie z.B. Hornmehl, Reste aus der Pflanzenproduktion, Schafwolle oder Tierexkremente. Diese Substanzen werden durch das Leben im Boden abgebaut und unseren Pflanzen zur Verfügung gestellt.

Die Organismen des Bodens sind an bestimmte Umgebungsbedingungen gebunden. Tödlich ist für sie ein zu hoher Salzgehalt im Boden, wie man ihn bei Verwendung von Kunstdüngern erhält. Am empfindlichsten sind dabei die Wurzelpilze, die als erstes absterben. Neben der Tatsache, dass ein so geschädigter Boden Pflanzen nicht mehr optimal versorgen kann, verliert er seinen Zusammenhalt und wird anfällig für Erosion. Ein solcher Boden kann dann auch mit organischem Dünger nicht mehr viel anfangen.

Unter diesem Hintergrund kann, je nach Zustand des zu versorgenden Bodens, folgende Düngeempfehlung abgeleitet werden:

In durch Mineraldünger geschädigten Böden sollte zunächst das Bodenleben wieder aufgebaut bzw. gefördert werden. Hierzu bieten sich Dünger an, die Teile des Bodenlebens in Form von Bodenhilfsstoffen enthalten. Durch die Zusätze Rottelenker und Mykorrhiza ist zum Beispiel EPPINGER Biodünger dazu gut geeignet.

Bei gesunden Böden mit ausreichendem Bodenleben ist Düngen durch Versorgung mit organischer Substanz wie z.B. Hornmehl, pflanzliche Dünger, Tierexkremente oder Schafwolle ausreichend. Zusätzlich können Urgesteinsmehle verwendet werden, um eine umfassende Versorgung mit Mikronährstoffen sicherzustellen.

Eine Sonderstellung beim Düngen nehmen Kübel- und Topfpflanzen ein. Aufgrund der im Vergleich zur Pflanzenmasse kleinen Substratmenge und der teilweise starken Erwärmung im Pflanzgefäß besteht ein hoher Nährstoffbedarf. Hier kann bei einjährigen Pflanzen durchaus auf Mineraldünger ausgewichen werden. Da diese Pflanzen jedes Jahr neu gesetzt werden, spielt auch eine mögliche Degradierung der Pflanze durch Kunstdünger keine Rolle.

Von einer Düngung mit Kunstdünger außerhalb von Pflanzgefäßen rate ich aus den dargelegten Gründen ab!

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