Hummel

Natur & Garten

Tiere im Garten

Tiere im Garten sind für mich etwas ganz Besonderes und je lebendiger mein Garten wird, desto spannender wird er für mich.   Tiere finde ich in meinem Garten nicht einfach so wie eine bestimmte Pflanze, von der ich ganz genau weiß, wo sie steht. Sie treten vielmehr unvermittelt auf, und jedes Treffen ist wie eine … Weiterlesen

Tiere im Garten sind für mich etwas ganz Besonderes und je lebendiger mein Garten wird, desto spannender wird er für mich.

 

Tiere finde ich in meinem Garten nicht einfach so wie eine bestimmte Pflanze, von der ich ganz genau weiß, wo sie steht. Sie treten vielmehr unvermittelt auf, und jedes Treffen ist wie eine große Überraschung. Da sind zum Beispiel die Rehe. Ich habe sie noch nie gesehen, aber angeknabberter Mangold, Rote Bete und Rosen deuten untrüglich auf sie hin. Manchmal treffe ich auf eine Blindschleiche, die im Komposthafen in einer Lage Heu wohnt oder auf ein Krötenpärchen, das in einem kleinen Teich ihre Laichfäden spannt. Neulich erblickte ich sogar eine Ringelnatter, die sich an Kaulquappen labte.

 

Meinen Teich bestückte ich mit einheimischen Pflanzen aus einer Gärtnerei, die diese in Naturteichen zieht. Welch ein Leben, das mit diesen Pflanzen in meinen Teich kam!

 

Nicht weniger spannend ist das quirlige Leben in meiner Wildwiese, die ich ein- bis zweimal im Jahr mähe. Käfer, Heuschrecken, Heupferde, Schmetterlinge, Bienen und Spinnen bevölkern unter vielen anderen Tieren die Gräser und Blumen.

 

Auffällig ist, dass Tagfalter beängstigend seltener werden. So habe ich im letzten Sommer kein Tagpfauenauge mehr in unserem Garten gesehen und sehr wenig andere Schmetterlinge. Für mich ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, wie bedrängt unsere Fauna ist.

 

Noch immer werden durch eine vom Preisdruck getriebene, industrielle Landwirtschaft, bei der  Monokulturen, Kunstdünger und Gift als das allein Seligmachende gelten, unsere Böden und die Artenvielfalt zerstört.
Was uns bleibt, ist den Artenschutz selbst in die Hand zu nehmen und den Tieren, die wir (noch) in unserer Umgebung finden, in unseren Gärten eine Heimat zu bieten.

 

Wenn es uns gelingt, den Lebensraum der vorhandenen Tierwelt durch unsere Gärten zu vernetzen,  indem in Ihrem Wohngebiet Sie, Ihre Nachbarn und Freunde im Garten kleine Lebensräume aufbauen, haben wir eine Chance, diese Tiere zu erhalten. Eine kleine Ecke mit Brennnesseln, eine Stück Wiese, das nur zweimal im Jahr gemäht wird, Stauden, die erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden oder ein Totholzhaufen sind ein einfacher und guter Anfang.

 

Sie werden überrascht sein, welche Freude Ihnen unsere Natur dadurch zurückgibt.

 

Libelle auf Fieberklee
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